Ich habe eine gute Freudin, die so wie ich sehr impulsiv ist und hat ihren eigenen Kopf und möchte hoch hinaus!
Seit einiger Zeit gehts bei uns rund was den Job angeht, bei mir ist es momentan nicht so schlimm weil ich bei meiner aktuellen Firma recht zufrieden bin, wenn ich auch das Gefühl habe, dass ich dort auch nicht für immer bleiben werde. Aber bei Ihr ist es ganz schlimm, der Job den sie macht hängt ihr maßlos zum Halse raus, aber das Problem ist: was will sie machen?
Seit Monaten drehen und wenden wir diese Frage: Was ist der Job bei dem sie zufrieden ist?
Natürlich fragt man sich nach einer Weile auch, ob man einfach einen Hackenschuss hat und einfach mit keinem Job auf der Welt zufrieden wäre…
Und so nimmt das Drama seinen Lauf… täglich kommen neue Ideen hinzu, und alles dreht sich und sie ist mittlerweile ganz fertig, weil ihr aktueller job sie runterzieht, sie aber auch die sicherheit eines neuen braucht bevor sie kündigen kann… ES IST EINE KATASTROPHE! sag ich Euch.
Deswegen meinte ich eines Morgens, als wir im ICQ mal wieder auf das Thema kamen: Du bist dir schon klar darüber, dass die Midlifecrisis erst so mit mitte 40 ansteht?
Aber vielleicht hat die moderne Frau einfach das problem, sie will so viel, sie will erfolgreich, charmant und glücklich sein, es gibt so viel Auswahl, was nun machen? Und kann man das überhaupt alles vereinbaren mit Familie und so, und dabei glücklich sein?
Hey! was sagt ihr denn dazu?, liebe Leser. Ich bin gespannt wie andere das so erleben.

Ich kann deine Freundin sehr gut verstehen, denn ich hänge im Moment auch sehr oft den gleichen Gedanken nach. Ob es daran liegt das ich nun vor gut einem halben Jahr 30ig geworden bin weiß ich nicht. Ich denke aber schon das man in der heutigen Zeit einfach mehr über seine Zukunft und seine „Bestimmung“ nachdenkt und das glaub ich egal in welchem Alter.
Da wir in der heutigen Zeit so viele Möglichkeiten haben und so viel sehen was es gibt und was man machen kann, stellt man sich sicher öfters die Frage „Warum nicht auch ich?“ „Ist es das was ich zurzeit mache das was ich will“…
Die typische Rollenverteilung gibt es nicht mehr! Da war es vielleicht sogar einfacher, da man nicht so viele Möglichkeiten hatte, da gehörte es sich nun mal nicht als Frau Karriere machen zu wollen oder durch die Welt zu reisen. Da gehörte es sich den Mann zu präsentieren, die Familie zusammen zu halten und die Kinder zu erziehen.
Wenn man es genau betrachten würde, hat sich für den Mann nicht so viel geändert, bis auf das die Konkurrenz nun nicht mehr aus Männern sondern auch aus Frauen besteht, was das Berufsleben angeht. Für die Frau find ich hat es sich gravierend verändert, man lebt zwischen einem Zwiespalt einmal die Familie wo der Mann zum Teil immer noch erwartet das die Frau den Haushalt schmeißt aber auch das berufliche Umfeld irgendwie managt.
Man hat als Frau viel mehr Träume als früher. Wenn ich so meine Oma oder Eltern frage war das ganz anders. Wenn ich davon erzähle da sich mir Gedanken über meine Zukunft mache ist es für meine Oma ganz klar, das ich damit eine Partnersuche anspreche, was ich gar nicht will, jedenfalls im Moment nicht. Wenn ich ihr dann sage das ich mich beruflich verändern möchte, Reisen will und was erleben möchte, ist sie immer ganz entsetzt. Passt halt nicht in ihre Lebenseinstellung.
Auch meine Mum die ja nun nur eine Generation älter ist, sagt immer das man sich damit was man hat zufrieden geben sollte. Doch das kann ich irgendwie nicht. Mir fehlt etwas, doch was kann ich selbst auch nicht sagen. Habe so viele Ideen im Kopf doch sie Umzusetzen fällt mir noch schwer.
Ich drücke deiner Freundin die Daumen, das sie bald rausfindet was sie glücklich und zufrieden macht, denn es zerrt schon sehr an den Nerven.