Oh, es ist ja umgefallen…

Eigentlich habe ich nix gegen Fahrräder in der Bahn. Ich kann verstehen, dass es sinnvoll sein kann eine längere Strecke zum Teil mit der Bahn und den rest mit Fahrrad zurückzulegen, vor allem bei so einem nassen, matschigen Wetter wie Heute. Aber manche Fahrradfahrer denken einfach nicht nach. Davon abgesehen, dass es sowieso ziemlich voll war in der Bahn, kann ich es ja nicht leiden, wenn so ein Fahrradfahrer sein Fahrrad in der Mitte abstellt und sich dann irgendwo anders hinsetzt.

Heute stieg ich also in die Bahn, und weil ich nur eine Station fahren musste, stellte ich mich in eine Ecke im Einstiegsbereich. Nach mir kam ein Fahrradfahrer mit seinem schön matschigen, nassen Fahrrad rein und stellte es in die Mitte, er bockte es auf den Fahrradständer, so dass das vordere Rad in der Luft hing und ging weiter rein in den Wagon um sich hinzusetzen. Das ganze sah schon nicht stabil aus als es da so stand, als die Bahn aber losführ, drehte sich das Rad auf seinem Ständer und wäre mit vollem Getöse und ziemlich viel spritzendem Dreck hingefallen, wenn ich es nicht grade noch so gefangen hätte.

Ich blicke also zu dem Fahrradfahrer und sage: Ich glaub das hält auf dauer nicht. Das hat ihn aber garnicht interessiert, er hat mich angeschaut, aber ich glaub, meine Wörter sind nicht mal bis zu seinen grauen Zellen vorgedrungen.
Ich bin dann schnell die nächste Station ausgestiegen und habe mich der Gefahr, heute ein zweites mal zu Duschen, auf diese Weise entzogen.

Veröffentlicht in:  on Februar 10, 2009 at 11:44 Kommentar schreiben

Man kann sich auch kurz fassen!

Es gibt Momente, in denen ist man einfach sprachlos. Es ist Freitag Nachmittag und ich bin ganz gemütlich auf meinem Heimweg. Mein Tag war aufregend aber gut und ich fühle mich wohl. Ich setze mich also gemütlich in meine Regionalbahn und denke mir: Das ist die Gelegenheit André anzurufen. Zücke ich also mein Handy und rufe ihn an. Man muss wissen, wir waren eigentlich für Samstag verabredet, jetzt passt es aber nicht so gut und ich wollte ihn fragen ob er nicht dann am Montag lieber Brunchen gehen will.

Wir diskuttieren also ein Moment über wie und wann und wo.
Plötzlich nehme ich war, dass irgeneine Stimme neben mir lauter geworden ist. Im nächsten Moment höre ich: Man kann sich auch kurz fassen!!! . Leicht schockiert blicke ich neben mich und brauch einen Augenblick um warzunehmen um was es geht. Von der anderen Seite des  Ganges funkelt mich böse eine Blondine an: Man kann sich auch kurz fassen!! Ich versuche hier zu lesen! Ich schaue sie erstaunt an und sage: Entschuldigung, aber das hier ist ein öffentlicher Raum. und telefoniere weiter.

Ich denke mir noch kurz, dass sie vermutlich lernen muss und da André und ich uns so weit einig sind, beende ich das Gespräch. Danach schaue ich nochmal neben mich und stelle fest: SIE LIESST GEO!! Sie blöckt mich auf meinen teuer verdienten Feierabend an, weil sie GEO lesen will!

Ich entschliesse mich dazu, mich nicht aufzuregen und sage mir: Warscheinlich hatte sie einen harten Tag und hat deswegen überreagiert.
Aber ein kleines Stimmchen sagt: Vielleicht ist sie auch einfach nur eine blöde Kuh!

Veröffentlicht in:  on Februar 9, 2009 at 3:07 Kommentar schreiben

Die Marienkäfer Lektion

Heute morgen kam ich ins Büro und stellte fest, dass sich in unseren Fenstern, zwischen den Scheiben, zwei Marienkäger gefangen hatten. Das Fenster war in dem Zwischenraum beschlagen, weshalb sie dort beim krabbeln lustige Muster hinterliessen.
Als mein Kollege dann rein kam, meinte er -“Faszinierend, oder? sehen toll aus, diese Muster“.
Die Marienkäfer haben da echt ganze Landkarten gezeichnet, und irgendwie sahen die Linien, die sie mit ihren Füßchen getrippelt hatten, richtig drollig aus.

Nach einer Weile kam eine Kollegin dazu und musste auch gleich unsere Marienkäfer bestaunen. „Na ja“ – meinte ich – „Glücklich werden sie dort zwischen nicht sein, da gibts ja nix zu fressen und sie sterben sicher bald“.
„Aber die wollen da drin sein!“ – meinte mein Kollege – „Die waren erst in dem anderen Fenster.“
Relativ ungläubig haben meine Kollegin und ich ihn angeschaut. Da meinte sie „ja, dann hol sie doch raus, man kann diesen Zwischenraum öffnen.“
Sie, also, gesagt, getan, ging zum Fenster und hat diesen Zwischenraum geöffnet und die Marienkäfer da raus geholt.

Nun krabbelten sie also an der innenseite des Fensters rum und ich dachte mir: ‘Na, da haben sie es wenigstens wärmer…’

Dann kamen die Fensterputzer….

Nun liegen die Marienkäfer auf unserem Teppich. Wer konnte denn auch ahnen, dass die ausgerechnet heute kommen!!

Mein Kollege meinte: „Das habt ihr nun davon, dass ihr so in die Natur eingreift!“

Veröffentlicht in:  on Oktober 23, 2008 at 12:21 Kommentar schreiben
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Hotel vergessen?

Als ich vorgestern hier in Bonn, so am frühen Nachmittag dachte ‘Ich schau mal in was für einem Hotel ich heute Nacht bin ‘, stellte ich fest… hmmm… ich hab gar keine Email bekommen. Unsere freundliche Dame am Empfang kümmert sich auch immer um unsere Flug und Hotel buchungen. Ich dachte mir ‘Na ja, hat sie vergessen mich ins CC der Mail zu setzen, deswegen liegt mir keine Bestätigung vor‘. Also ging ich zu ihr und meinte – „Ich muss deine Mail zu meinen Hotel verloren haben, oder ich hab keine bekommen“. Da ich nicht im üblichen Hotel übernachten sollte (weil ausgebucht), war das durchaus kritisch, da ich weder Name noch Adresse kannte.

Unsere gute Fee rollte mit den Augen, denn sie hatte sowieso grad genug Streß, meinte aber sie würde ihre Ablage mal durchsehen.

Tja…

Nach einer Weile kam sie mit Sorge im Gesicht an und meinte – „Haben wir vielleicht kein Hotel gebucht? Ich hab in der Ablage nix gefunden!“

Was?

Die Kollegen lachten – „Na, da hinten haben wir ja noch die Couch!“

Ha, ha, ha, sehr witzig!

Dann stellte unsere Assistentin auch noch fest, dass in Bonn Messe ist und die Hotels deswegen fast alle ausgebucht sind. Verzweifelt ging also die Suche los, mir irgendeine sowohl optisch als auch preislich akzeptable Bleibe zu verschaffen.

Nach einer etwas längeren Suche, hatten wir was gefunden. Allerdings ist das immer so ein Glücksspiel mit den Hotels. Auf den Fotos sieht es immer alles in ordnung aus, wie es dann wirklich ist erfährt man erst wenn man da ist.

Ausnahmsweise hatte ich mal Glück. Als ich dann Abends bei dem Hotel ankam, eine alte Villa die zum Hotel unfunktioniert wurde, war ich zum ersten mal seit langem vom einem Hotel begeistert.
Ich gebe zu, die Einrichtung ist sehr einfach, es hat jedoch einen charme, den wohl nur alte, schöne Häuser ausstrahlen können. Und, ich hab im Dachgeschoss das Appartement bekommen :D . Alles mit Holz verkleided und die Dachbalken sind zu sehen! sehr schön!

Auch ich kann mal spontanes Glück haben!

Veröffentlicht in:  on September 18, 2008 at 9:34 Kommentar schreiben
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